Weg frei für NS-Gedenkstätte

Ein Ort mit trauriger Geschichte: Jens-Olaf Nuckel, Vorsitzender des Vereins Henri-Goldstein-Haus, steht auf diesem Archivbild vor dem Gebäude an der Himmelmoorstraße in Quickborn.
Stadt übernimmt das Henri-Goldstein-Haus nach Verhandlungen in Kiel in Erbpacht und damit schneller als ursprünglich geplant.

Während des Zweiten Weltkriegs wurden in dem Lager mehr 50 jüdische Gefangene untergebracht und zum Torfstechen zwangsverpflichtet. Das schmucklose Gebäude aus rotem Backstein mit den vergitterten Fenstern wurde 1935 gebaut und ist damit das jüngste des Ensembles. Einige der in dem Haus später gefundenen Gegenstände werden seit Jahren in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme verwahrt und sollen nach Quickborn zurückkehren. Das gilt auch für einen Spiegel mit den Namen der Gefangenen, der im Jüdischen Museum in Rendsburg aufbewahrt wird. Benannt wurde das unter Denkmalschutz Henri-Goldstein-Haus nach einem belgischen Juden, der seine Erinnerungen an die Zeit im Lager in einem Buch festgehalten hat.

shz-Bericht

– Quelle: https://www.shz.de/21379947 ©2018