Schleswig-Holstein ist sich seiner Verantwortung für die Gedenkstätten und die Erinnerungsarbeit bewusst

Kulturministerin Spoorendonk hat die Modernisierung der KZ-Gedenkstätte Ladelund als beispielgebend für die schleswig-holsteinische Gedenkstättenlandschaft bezeichnet. Die nordfriesische KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund wird gegenwärtig umfassend konzeptionell weiterentwickelt. Einzelheiten dieses Projekts wurden heute (3. November) im Kieler Landeshaus vorgestellt.

Dabei sagte Kulturministerin Anke Spoorendonk: „Es geht bei diesem Vorhaben um zwei Punkte: Die Neukonzeption und Neuerarbeitung der über 25 Jahre alten Dauerausstellung sowie die erinnerungsräumliche Vernetzung der historischen Orte des Leidens und Sterbens der Häftlinge. Die Professionalität soll gesichert und vertieft sowie die Gedenkstättenarbeit Ladelunds zeitgemäß ausgebaut werden. Die „Neuen Medien“, der Generationenwandel, das „Verstummen der Zeitzeugen“ und die große zeitliche und lebensweltliche Distanz zur NS-Epoche erfordern eine gezielte Weiterentwicklung der Gedenkstätte. Nur so lässt sich Bildungsarbeit auf hohem Niveau erfolgreich fortzusetzen“, betonte Spoorendonk.

Die KZ Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund ist die älteste KZ-Gedenkstätte Schleswig-Holsteins, sie zählt zu den ältesten Gedenkstätten Deutschlands über-haupt, die an Opfer des „NS-Terrors“ erinnern. Seit Ende der 40er Jahre und offiziell seit 1950 pflegt die Gemeinde Ladelund das Gedenken an die Opfer des KZ- Außen-kommandos Ladelund. Sie unterhält internationale Begegnungen mit Angehörigen und Zeitzeugen.

Die Modernisierung der KZ-Gedenkstätte Ladelund hat ein Gesamtvolumen von 500.000 Euro. Das Land stellt Mittel in Höhe von 133.345 Euro aus dem Investitions-programm Kulturelles Erbe bereit, der Bund steuert 250.000 Euro bei. Hinzu kommen Projektmittel der Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten (66.655 Euro) und Eigenmittel der Kirche (50.000 Euro).

Quelle: Ministerium für Justiz, Kultur und Europa Schleswig-Holstein