Die Würde…

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
(Artikel 1 Abs.1 Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland 1949)
Grundgesetz Art.1-4

Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Geschwisterlichkeit begegnen.
(Artikel 1 Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, UNO 1948)
Charta

Auszug aus dem Zeitzeugenbericht „Wir müssen vergleichen“
von Carl Osterwald:
Im Wortschatz der Nazis, den wir verinnerlicht hatten, gab es das Wort „Würde“ nicht. … man hatte uns erzogen zur Härte und zum Gehorsam: „Du bist nichts, dein Volk ist alles.“ Wir waren außerstande, „KZler“ als Väter, Söhne und Brüder zu sehen. Mitleid war ein Zeichen von Schwäche … . Unsere Moral war orientiert an „deutsch“ und „Blut und Ehre“. … Ja, so war das. Und erst 4 Jahre nach Kriegsende erlebten wir die Befreiung durch eine Moral, in der die Unantastbarkeit der Menschenwürde grundlegender Wert ist.
Aber was einem in die Seele gebrannt ist, kann man nicht einfach über Bord werfen. Am Ende von Terror und Gewalt stehen Schuld und Scham. …
Wir brauchen die Erinnerung, wir brauchen Information, Mahnung und Auseinandersetzung, damit wir erkennen, was uns heute aufgegeben ist: Wir müssen wissen und uns eingestehen, wie verführbar wir als Menschen sind. Und bei allem Bemühen um das persönliche Wohl muss uns klar sein, dass wir nur eingebettet in eine weltumspannende Menschheit eine lebenswerte Zukunft haben, und unbeirrbar für das eintreten, was der Art.1 der Menschenrechtscharta der UNO sagt: „Alle Menschen sind frei geboren und gleich an Würde und Rechten.“

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