KZ-Gedenkstätten modernisiert

Ein aufregendes Jahr liegt hinter den Akteuren in der Gedenkstätten-Arbeit in Nordfriesland. Noch im März hatte der Historiker Klaus Bästlein in einem Vortrag in Husum aufgelistet, was in den vergangenen Jahr- zehnten seiner Ansicht nach in der Präsentation der beiden Außen- stellen des Konzentrationslagers Neuengamme in Ladelund und Schwesing alles schiefgelaufen sei. Im Kern beklagte er eine Konkurrenz beider Orte um die beste Darstellung.Unabhängig von Bästleins kritischem Rückblick, dem öffentlich deutlich widersprochen wurde, begannen kurz darauf die in die Zukunft weisenden Modernisierungen an den Standorten. Sowohl in Ladelund als auch in Schwesing krepierten rund 300 Häftlinge durch schwerste Zwangsarbeit, ständige Misshandlungen, mangelhafte sanitäre Verhältnisse und völlig unzureichende medizinische Versorgung.

In etwa gleicher Weise wurden in beiden Orten die Ausstellungen auf die Zukunft ausgerichtet. Modernisierte Schautafeln in mehreren Sprachen, Hörstationen sowie Audioguides machen das Leiden in den Lagern für die Besucher nachvollziehbar. Während in Schwesing auf Workshops im Haus der Geschichte abgestellt wird, deren Ergebnisse nachfolgen- den Gruppen bereitgestellt werden sollen, bauen die Akteure in Ladelund auf die einprägsamen Darstellungen der Biografien Einzelner…

Lesen Sie den ganzen Beitrag: KZ-Gedenkstätten modernisiert / shz 4.Januar 2018