Hohe Auszeichnung für Jens Rönnau

Stadt verleiht dem Kieler Journalisten, Kurator und Kulturpädagen AndreasGaykMedaille
Kiel

Für seine Verdienste in der Kieler Kulturlandschaft – besonders mit dem Flandernbunker – erhält Dr. Jens Rönnau (Foto) die AndreasGaykMedaille der Landeshauptstadt. Auf einstimmigen Beschluss der Ratsversammlung wird die hohe Auszeichnung an den Kieler Journalisten, Kurator und Kulturpädagogen verliehen. Die Stadt würdigt Rönnaus „große Verdienste bei der Bewahrung von Mahnmalen und ihrer Einordnung in die historischen Ereignisse in Kiel sowie bei deren kulturpädagogischer Vermittlung“. Die Verleihung findet in der Feierstunde am Donnerstag, 20. November, statt.

Rönnau freute sich sehr, „dass die Ratsversammlung diesen Beschluss getroffen hat – insbesondere, weil das auch eine Haltung der Landeshauptstadt zur Erinnerungskultur in Kiel zum Ausdruck bringt“, sagte Rönnau gestern. Er ergänzte: „Die Auszeichnung sehe ich aber auch ganz besonders für die Leistung der ehrenamtlichen Helfer und Mitarbeiter des Vereins Mahnmal Kilian, die im Flandernbunker und an anderen Orten dafür sorgen, dass ein unbequemes Kapitel der Geschichte offen und ehrlich in der Gesellschaft vermittelt und diskutiert wird – mit dem großen Ziel der Friedensförderung und Völkerverständigung.“

Rönnau gründete 1995 zusammen mit Kieler Bürgern den Verein „Mahnmal Kilian“, um die Ruine des UBootBunkers „Kilian“ auf dem Ostufer als Mahnmal aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges zu erhalten. Rönnau, seit der Gründung Vorsitzender des Vereins, erhielt 1999 für das Engagement den Deutschen Preis für Denkmalschutz. 2001 erwarb der Verein den Flandernbunker, einen ehemaligen MarineHochbunker am Tirpitzhafen. Er wurde zur Bildungs- und Gedenkstätte ausgebaut. Rönnau ist Mitglied im Beirat des Vereins „Freunde der Festung Friedrichsort“ sowie Schatzmeister im Sprecherrat der Landesarbeitsgemeinschaft Gedenkstätten und Erinnerungsorte in SchleswigHolstein. Als Autor ist er regelmäßig für diese Zeitung tätig.

rie
sh:z 1.11.2014