Gedenkstättenförderung des Bundes

07.02.2014
Das Expertengremium, das den Bund bei der Vergabe seiner Gedenkstättenmittel berät, hat zu zwei Anträgen aus Schleswig-Holstein Empfehlungen gegeben, der die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), Staatsministerin Prof. Monika Grütters gefolgt ist.

Befürwortet wurde der Antrag zur Modernisierung und Weiterentwicklung der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund in Nordfriesland.
Die KZ-Gedenkstätte Ladelund ist eine der ältesten Deutschlands (seit 1950) und gilt als die wichtigste in Schleswig-Holstein.
Mit der Beantragung einer Projektförderung für die Weiterentwicklung dieser Gedenkstätte ist es der Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten gelungen, erstmalig Mittel in Höhe von 250.000 Euro aus dem Etat der Gedenkstättenförderung der Bundesrepublik Deutschland nach Schleswig-Holstein zu holen.
Die Kofinanzierung des Projektes wird von der Landes Schleswig-Holstein, der Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten und der Evangelischen Kirche gewährleistet.

Abgelehnt wurde der Antrag auf Bundesfördermittel für die Neugestaltung der Neulandhalle im Dieksanderkoog, Dithmarschen, zum „Historischen Lernort Neulandhalle“.
Dazu sagte Ministerin Anke Spoorendonk:: „Wir bedauern diese Entscheidung sehr.
Ungeachtet dessen werden wir das landesweite Gedenkstättenkonzept auf der Grundlage unserer bestehenden Gedenkstätten weiter vorantreiben. Ziel der Landesregierung ist es, die Arbeit in den Gedenkstätten nachhaltig zu stärken und ein von Gedenkstättenträgern wie ehrenamtlich tätigen Vereinen und Verbänden mitgetragenes Konzept zu entwickeln.
Wir hätten die Neulandhalle gerne in dieses Konzept eingebettet, denn an ihr hätte man beispielhaft die Geschichte der umfassenden Akzeptanz der im Kern zutiefst menschverachtenden und totalitären NS-Ideologie aufarbeiten und darstellen können.“