Fördermittel für Gedenkstättenarbeit

Kulturstaatssekretär Eberhard Schmidt-Elsaeßer hat am 30. Juli Fördermittel in Höhe von 135.000 Euro für die „Professionalisierung der Gedenkstätten in Schleswig-Holstein“ übergeben.

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Von Jugendlichen geschaffene Stahlskulptur am ehemaligen Lagergelände des Konzentrationslagers in Ladelund

Das Projekt zielt darauf ab, Grundlagen zu schaffen, die Professionalisierung der Gedenkstätten in Schleswig-Holstein voran zu treiben sowie ein Konzept zu entwickeln, um die Situation der Gedenkstättenlandschaft nachhaltig zu verbessern. Damit sind unter anderem folgende Ziele verbunden:
Aufbau eines Netzwerks zwischen Wirtschaft und Trägern von Gedenkstätten mit dem Ziel, die Wirtschaft an der Gemeinschaftsaufgabe einer Erinnerungskultur zu beteiligen. Aufbau von Strukturen und Techniken, die der Unterstützung und Weiterentwicklung der Gedenkstätten als Kultureinrichtungen und der Sicherung dieses Teils des kulturellen Erbes dienen. Stärkung der regionalen Infrastruktur durch Förderung der Kulturwirtschaft. Mittelbeschaffung für nachhaltige finanzielle Absicherung der Gedenkstättenarbeit. Mittelbeschaffung für kurz- und mittelfristige Projekte der Gedenkstätten. Unterstützung und Ausdehnung der öffentlichen Wahrnehmung der Erinnerungskultur. Stärkung der Gedenkstätten als Orte einer kritischen Auseinandersetzung mit der NS-Geschichte Schleswig-Holsteins und ihrer Nachgeschichte. Erinnerungs- und Lernorte.
Dazu erklärte der Kulturstaatssekretär: „Die Gedenkstätten leisten als Erinnerungsorte wider das Vergessen und als Lernorte einen verantwortungsvollen und zukunftsorientierten Umgang mit diesem besonderen Teil unseres kulturellen Erbes. Diese Arbeit gilt es weiter zu stärken und zu professionalisieren. Insofern ist heute ein guter Tag, weil wir die Grundlagen schaffen, die bestehende Betreuung der Gedenkstätten in Schleswig-Holstein noch weiter zu optimieren“, so Schmidt-Elsaeßer.

270.000 Euro
Die Kosten für das auf drei Jahre angelegte Projekt belaufen sich auf insgesamt 270.000 Euro, wovon Land und EU die Hälfte tragen. Die Mittel stammen aus dem Zukunftsprogramm Wirtschaft (2007-2013) mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Projektträger ist der Kirchenkreis Nordfriesland, der eng mit der Bürgerstiftung Gedenkstätten (BGSH) zusammenarbeiten wird.

Projektleitung
Projektleiterin ist Karin Penno-Burmeister, Theologin und frühere Leiterin der KZ-Gedenkstätte Ladelund sowie langjähriges Mitglied im Vorstand der BGSH. Frau Penno-Burmeister hat sich, gefördert vom Kirchenkreis Nordfriesland, professionell als Fundraiserin ausgebildet.