Die Herausforderung

Die Gedenkstättenlandschaft Schleswig-Holsteins ist in Bewegung. Die Landesregierung, die Evangelisch-Lutherische Kirche, die Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten, die Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Erinnerungsorte in Schleswig-Holstein (LAGSH) und ProGedenkstätten verfolgen gemeinsam das Ziel, die Gedenkstättenarbeit und Erinnerungskultur weiterzuentwickeln und zu stärken.

Trotz den wachsenden Engegements aller Akteur*innen und Entscheidungsebenen rangieren  die Gedenkstätten Schleswig-Holsteins im deutschen Ländervergleich bezüglich ihrer Professionalität, ihrer finanziellen und personellen Ausstattung noch immer auf den letzten Plätzen.  Die kleinen Gedenkstätten, Erinnerungs-, Mahn- und Lernorte in Schleswig-Holstein werden teilweise bis heute noch ehrenamtlich geleitet. Eine Professionalisierung kann nachhaltig nur unter verbesserten strukturellen Rahmenbedingungen gelingen. Dafür sind der Einsatz von hauptamtlichen Fachkräften, die Stärkung und qualifizierte Begleitung der Ehrenamtlichen sowie die Schaffung, Ausstattung und Unterhaltung von Räumlichkeiten unverzichtbar. Wissenschaftliche Ausstellungen und zeitgemäße Ausstellungskonzepte, Arbeiten in Forschung und Dokumentation, die Erarbeitung pädagogischer Konzepte, Angebote und Materialien, die praktische Arbeit mit Schulklassen, Jugend- und Erwachsenengruppen, Projekte und Begegnungen u.v.m. müssen ermöglicht, organisiert und finanziert werden.

Für die lebendige Entwicklung und Professionalisierung der Gedenkstätten und Erinnerungsorte in Schleswig-Holstein werden eine nachhaltige Förderung und eine breite Unterstützung von verschiedenen Seiten benötigt.
ProGedenkstätte unterstützt die Gedenkstätten und Erinnerungsorte dabei, kulturwirtschaftliche Grundlagen zu schaffen, die geeignet sind, ihre Arbeits- und Entwicklungsmöglichkeiten zu verbessern.